Pressespiegel:
Weitere Geldgeber gesucht
Für die Innensanierung des Herrenhauses brauchen Stadt und Werburg-Verein noch Fördermittel

Spenge. In vier Jahren soll die Innensanierung des Werburger Herrenhauses abgeschlossen sein. Dann soll ein Kindermuseum in das historische Gebäude einziehen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Stadt und Werburg-Verein noch einiges an Geld zusammentragen. Denn um das Haus komplett durchsanieren zu können, fehlen noch rund 400.000 Euro. Jetzt könnte sich eine neue Geldquelle auftun.
Insgesamt wird die Innensanierung laut Vereins-Vorsitzendem Werner Best rund eine Million Euro kosten. „Zwei Drittel der Summe haben wir bereits zusammen.“ Jeweils 200.000 Euro geben die NRW-Stiftung und die Sparkassen-Stiftung. Auch die Stadt schießt 200.000 Euro hinzu. „Aber für jeden der vier Bauabschnitte fehlt uns eine Restfinanzierung von 40 Prozent“, sagte Bürgermeister Bernd Dumcke.
Stadt und Werburg-Verein suchen darum intensiv nach weiteren Geldgebern – und haben mit dem Land Nordrhein-Westfalen vielleicht schon einen gefunden. Angela Lück, SPD-Landtagsabgeordnete, hat sich das Konzept des Kindermuseums angeschaut, für gut befunden und an das Kulturministerium weitergeleitet. Dort wolle ein Experte nun prüfen, ob es eine Möglichkeit der Förderung gebe, sagte die Politikerin bei einem Ortstermin an der Werburg am Montagabend.
Natürlich sei das Land in einer schwierigen Haushaltslage. Aber auf Fördermittel zu hoffen, sei „kein aussichtsloses Unterfangen“, betonte Lück. „Die Chancen stehen 50/50.“ Ob eine Möglichkeit der Förderung bestehe, werde man wohl schon nach Ostern wissen.
Werner Best hofft außerdem auf eine Finanzspritze von weiteren Stiftungen. „Die Chancen sind nicht schlecht“, sagte er. Weil der Verein schon zwei Stiftungen auf seiner Seite habe, könne man auch andere Institutionen leichter von dem Projekt überzeugen. Unter anderem gebe es die Möglichkeit, über die Deutsche Stiftung Denkmalschutz an weitere Gelder zu kommen. „Wir sind noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangt“, sagte Best und betonte: „Ich bin zuversichtlich, dass wir die Mittel zusammenbekommen.“
Geld brauchen Stadt und Verein aber nicht nur für die Innensanierung des Gebäudes, auch die Einrichtung des Museums wird einiges kosten. Best spricht von rund 300.000 Euro.
Ausgestellt werden sollen Gegenstände aus dem Barock und der Renaissance – also aus der Blütezeit des Werburger Herrenhauses. Unter anderem werden die Besucher dann einen Teil der Funde bestaunen könne, die die Archäologen an der Werburg zutage gefördert haben.
Außerdem werden Original-Exponate aus dem Herrenhaus zu sehen sein – zum Beispiel ein gusseiserner Dreibeinkessel mit Aufhängevorrichtung aus dem 18. Jahrhundert. Der hatte in der Küche des historischen Gebäudes gestanden. „Möglicherweise bekommen wir auch einige Original-Gemälde aus dem Herrenhaus“, berichtete Best. Aufgestöbert habe die historischen Schätzchen Kurator Dr. Georg Eggenstein mithilfe von Spenger Bürgern. „Das werden Höhepunkte der Ausstellung sein.“
© 2011 Neue Westfälische
Tageblatt für Enger und Spenge, Mittwoch 06. April 2011







