Pressespiegel:
Neuer Fördertopf für Tierheime
Angela Lück und Christian Dahm (MdL) im Eichenhof / 40000 Euro können beantragt werden

Vlotho (va). Nicht nur einen Katzenkorb samt Decken, auch gute Nachrichten brachte die SPD-Landtagsabgeordnete Angela Lück gestern bei ihrem Besuch im Tierheim Eichenhof mit.
Informationen über die neue Förderrichtlinie hatte sie ebenso im Gepäck. Das Land NRW unterstützt bauliche Maßnahmen in Tierheimen. Gemeinsam mit dem Vlothoer SPD-Landtagsabgeordneten Christian Dahm schaute die Löhnerin hinter die Kulissen des Tierheims, das für Vlotho und weitere Kommunen zuständig ist. "Im Ausschuss für Klima, Umweltschutz, Landwirtschaft- und Verbraucherschutz bin ich für das Thema Tiere zuständig", so Angela Lück.
Da sie im Gegensatz zu Christian Dahm noch nie im Eichenhof war, wollte sie erfahren, wo bei den Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern der Schuh drückt - und traf gleich den Nerv des Teams. Denn weitere Bau-Projekte stehen im Brommersiek an. "Wir brauchen dringend ein Haus für Kleintiere und Nager. Der Bauantrag ist bereits bewilligt", berichtete Erwin Doerr, erster Vorsitzender des Tierschutzvereins. Vorgesehen sind rund 70 Quadratmeter mit entsprechender Ausstattung. 40000 Euro sind für das neue Haus veranschlagt. Dass die Förderhöchstsumme je Tierheim bei 40000 Euro liegt, stimmt Doerr hoffnungsvoll: "Wenn wir nur die Hälfte davon bekommen würden, wären wir einen großen Schritt weiter." Das Tierheim-Team macht sich nun daran, einen Antrag auf Förderung zu stellen. Christian Dahm ergänzte, dass im Haushalt 2011 Gesamtmittel in Höhe von 500000 Euro eingeplant sind. "Ich gehe davon aus, dass es eine dauerhafte Förderung geben wird". Sollte der Eichenhof also nicht in diesem Jahr an der Reihe sein, ließe sich sicherlich im nächsten Jahr eine Förderung erzielen.
Dass das geplante Kleintier-Haus dringend nötig ist, schauten sich die beiden Politiker vor Ort an. Zwar wurde der jetzige Raum mit etlichen neuen Ställen für Kaninchen, Mäuse und Degus (Strauchratten) bestückt, doch die Platzverhältnisse sind beengt. "Wir sind auf jeden Fall sehr dankbar, dass die Ställe so toll geworden sind und auch noch ehrenamtlich gebaut wurden", so der Tierschutzverein.
Außerdem sei ein Blockhaus für wilde Katzen nötig, um die Tiere von dort wieder auswildern zu können. "Diese Tiere sind nicht vermittelbar. Wir haben versucht, sie auf Bauernhöfen unter zu kriegen. Leider ohne Erfolg", sagt Tierheim-Leiterin Tanja Kreylos. Eingesperrt im Tierheim zu sein, sei keine Lösung. Derzeit gibt es 30 wilde Katzen und 120 Hauskatzen. Insgesamt werden rund 170 Tiere im Brommersiek betreut. Insbesondere die immer noch hohe Katzen-Zahl bringt den Eichenhof an Kapazitätsgrenzen.
In diesem Zusammenhang begrüßt das Tierheim, dass der Kreis Herford den Weg für die Katzen-Kastrations-Pflicht beschritten hat, um die unkontrollierte Vermehrung der Tiere einzudämmen. Gehofft wird, dass diese Pflicht bald in Kraft tritt. Annette Kortekamp, zweite Vereins-Vorsitzende, kann nicht verstehen, dass diese Regelung im Kalletal von den dortigen Politikern mehrheitlich abgelehnt worden sei. "Wir sind auch für das Kalletal zuständig und von dort kommen sehr viele Katzen", machte sie deutlich.
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Dokument erstellt am 11.08.2011 um 22:25:09 Uhr







