Pressespiegel:
Prominenter Besuch aus dem Landtag
Angela Lück und Landtags-Vizepräsidentin Carina Gödecke auf Denkmalbesichtigung in Rödinghausen

Rödinghausen. Mächtig und erhaben thront sie über der Wiehengemeinde und blickt auf eine fast 800-jährige Geschichte zurück. Hinter der Fassade der Bartholomäuskirche aber bröckelt es – zumindest mit Blick auf die Kirchenmauer. Die nämlich erscheint mittlerweile alles andere als würdevoll, was auch die heimische Landtagsabgeordnete Angela Lück bei ihrem Besuch am Donnerstag feststellen musste.
Erstmals seit ihrem Einzug in den Landtag hatte sich Lück auf eine Reise zu den Denkmälern ihres Wahlkreises begeben und sich mit Carina Gödecke, Vizepräsidentin des Landtages, prominente Verstärkung auf ihrer ausgedehnten Tour mitgebracht. Klar, dass neben dem Wasserschloss Ulenburg und der Werburg in Spenge auch die Rödinghauser Bartholomäuskirche zu den Anlaufstellen der Politikerinnen zählte, immerhin fand das sakrale Bauwerk bereits im Jahr 1233 die erste schriftliche Erwähnung.
Dass ihr Blick auf das Gotteshaus dennoch leicht getrübt wurde, lag an den Erläuterungen von Pfarrer Gerhard Tebbe. „Die Kirchenmauer macht uns Sorgen“, erklärte er mit Blick auf das bröckelige Bauwerk südlich der Bartholomäuskirche. „Sie hat kein Fundament und ist daher im Laufe der Jahre aus dem Lot geraten“. Die Verkehrssicherheit an der Kapellenstraße, die direkt an der Mauer entlang führt, sei so nicht mehr gewährleistet – zumal auch ein Gutachten mittlerweile bestätigt habe, dass dem Gemäuer ein Einsturz drohen könnte.
„Die Kirchengemeinde ist schon vor drei Jahren an uns heran getreten, um den Schaden deutlich zu machen“, sagte Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer, der sich seither um eine Lösung des Problems bemüht. Eine gründliche Überarbeitung des Bauwerks sei unvermeidbar, sind sich beide Seiten einig. „Wir brauchen eine Verankerung im Boden“, meint Gerhard Tebbe, der darüber hinaus eine weitere Idee formulierte. „Da auch die Stützpfeiler beschädigt sind, wäre eine Betonmauer mit Fassade aus alten Steinen die ideale Lösung, da sie das Gesamtbild der Kirche erhalten würde“.
Das Ziel von Gemeindeverwaltung und Kirchengemeinde, für das Vorhaben Fördermittel von der westfälischen Denkmalpflege zu erhalten, wurde jedoch trotz Unterstützung verschiedener Fachleute abgelehnt. Auch eventuelle Fördergelder der Bezirksregierung können nicht sicher eingeplant werden, sodass die Rödinghauser Hoffnungen nun auf Angela Lück ruhen. Diese versprach bereits an Ort und Stelle, sich gemeinsam mit Carina Gödecke bei Bau- und Verkehrsminister Harry Voigtsberger für das Vorhaben einzusetzen. „Wir werden unser Bestes geben“, so die Abgeordnete.
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10 - Bünde, Freitag 08. Juli 2011







