100 Prozent Zustimmung für die neue Vorsitzende

von Gaby Arndt

Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen: Durch die Gründung soll ein Netzwerk für Frauen imKreis Herford entstehen. Neben politischen Themen geht es auch um den Austausch

Von Klara Meyerbröker

Herford. 22 Frauen waren bei der Gründungsveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) dabei. Initiatorin war unter anderem die Landtagsabgeordnete Angela Lück. Sie hat sich zusammen mit einigen anderen Frauen in den letzten Wochen in "lockerer Runde" getroffen um sich über die Gründung des AsF auszutauschen.

Und Gründe dafür gab es laut Lück einige: "Wir wollen Frauen Mut machen in der Politik mitzumachen", denn die Politik sei laut der Landtagsabgeordneten immer noch eine Männerdomäne. Auch das Datum für die Gründung war besonders gewählt. "Wir fanden den internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen als passend für die Gründung", sagt Angela Lück.

Doch bevor die offizielle Gründung mit den Vorstandswahlen stattfinden konnte, hielt Sally Lisa Starken von der AsF in Bielefeld, einen sehr emotionalen und berührenden Vortrag über Gewalt an Frauen. "Sie hat eindrücklich geschildert, welche Gewalt Frauen immer noch entgegen gebracht wird und wie groß die Dunkelziffer ist", betont die Landtagsabgeordnete.

Magdalena Monka ging der Vortrag sehr nahe: "Wir können nach diesen emotionalen Sachen nicht einfach nach Hause gehen und so weiter machen wie bisher". Die Sozialdemokratin rief daher zu einer Spende für das Frauenhaus auf. Am Ende des Treffens kamen 227 Euro zusammen. Die 22 anwesenden Frauen beschlossen, die Frauenberatungsstelle zu besuchen.

Im Anschluss startete der formelle Teil mit den Vorstandswahlen. Zur Vorsitzenden wurde mit 100 Prozent Angela Lück gewählt. "Ich bin gerührt von dem Vertrauen, welches ihr mir entgegen gebracht habt", freut sich die Abgeordnete über das Votum. Ihre beiden Stellvertreterinnen Susanne Rutenkröger und Julia Hillebrandt wurden ebenfalls ohne Gegenstimme gewählt. Nach den Formalitäten diskutierten die Frauen über weitere Themen, die bei kommenden Veranstaltungen besprochen werden können. Dazu gehörten unter anderem gleiche Bezahlung für Frauen und Männer, alleinerziehende Frauen und Frauenarmut.

Angela Lück bedankte sich abschließend bei allen Frauen, die bei der Gründung mitgeholfen haben und betonte noch einmal, dass jeder in der AsF willkommen sei; auch diejenigen, die nicht Mitglied der Sozialdemokratischen Partei sind.

 

Neue Westfälische, 29.11.2017

c/o Klara Meyerbröker

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