Aus zwei mach eins

von Gaby Arndt

In Kirchlengern fusionieren die SPD-Ortsvereine Nord und Süd

c/o Bünder Zeitung

Kirchlengern(BZ). Nach vielen Gesprächen und Diskussionen haben sich die SPD-Ortsvereine Nord und Süd zu einem gemeinsamen Ortsverein Kirchlengern zusammengeschlossen. Mit großer Mehrheit wählten die Mitglieder ein komplett neuen und verjüngten Vorstand. Dieser blickt motiviert in die Zukunft.

Erst nachdem alle Wahlgänge erfolgreich durchgeführt waren löste sich die leichte Anspannung im AWO-Begegnungszentrum am Schimmelkamp in Südlengern. Nach mehr als zwei Jahren des Überlegens haben sich die Ortsvereine Nord und Süd der SPD Kirchlengern unter dem gemeinsamen Namen »Ortsverein Kirchlengern« zusammengeschlossen. Bei der konstituierenden Mitgliederversammlung wurde ein neuer gemeinsamer Vorstand gewählt. Das Besondere: Das gewählte Team setzt sich fast ausschließlich aus jüngeren und neuen Gesichtern zusammen.

Einem fast historischen Moment erlebten die wahlberechtigten SPD-Mitglieder unter dem Vorsitz von Stefan Schwartze, SPD-Kreisvorsitzender, Angela Lück, stellvertretende Kreisvorsitzende und Olaf Winkelmann, Kreisgeschäftsführer: Die Zusammenführung von zwei alteingesessenen Ortsvereinen. Nachdem Posten im Gemeindeverbandsvorstand und in den Ortsvereinen selber in den vergangenen Jahren nur noch schwer besetzt werden konnten, standen die Sozialdemokraten vor einem Problem. Man wollte im Hinblick auf die Kommunalwahl 2020 eine starke SPD stellen, die etwas bewegen kann.

Vor allem Stefan Tödtmann, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Gemeinderat, konnte erfolgreich Mitglieder für die Neuaufstellung der SPD Kirchlengern gewinnen. Diese waren noch relativ frisch dabei und hatten noch keine Parteifunktion inne. Sie alle verband der Wunsch, mit einem neuen Team motiviert und mit der Unterstützung der erfahrenen Mitglieder die Ortsvereine zusammenzuführen und wirkungsvoll für die nächsten Jahre zu gestalten. Mit Axel Meier (Erster Vorsitzender), Jens Krömker (stellvertretender Vorsitzender), Sebastian Priem (stellvertretender Vorsitzender), Frank Rösch (stellvertretender Vorsitzender), Kai-Uwe Sasse (Kassierer), Ernst Kämper (stellvertretender Kassierer), Angelina Kuhlmann (Schriftführerin), Stefan Brink (stellvertretender Schriftführer), Stefan Feierabend, Ute Mehrkühler, Doris Sieker und Stefan Tödtmann als Beisitzer wurde ein komplett neuer Vorstand mit großer Mehrheit gewählt.

Diese breite Unterstützung sah Stefan Schwartze als »starkes und positives Zeichen nach außen«. »Ich sehe hier viele Leute, die die Herausforderung gesehen haben und dieser entgegentreten wollen«, sagte er. Die Mischung »mit Neuen und Erfahrenen« sei eine solide Grundlage für die neu aufgestellte SPD Kirchlengern. Axel Meier freute sich ebenfalls über den Rückhalt durch die Mitglieder und die Wahl zum Vorsitzenden: »Wir haben viele Ideen, was wir Neues auf die Beine stellen wollen«.

Kurzfristiges Ziel sei jetzt die Unterstützung von Stefan Schwartze im Bundestagswahlkampf. Mittelfristig stehe aber vor allem die Kommunalwahl 2020 auf dem Plan. »Wir wollen da mitmischen und da freue ich mich schon drauf«, so Meier. Wichtig sei bei all den Plänen besonders die Unterstützung der »Alteingesessenen«. Doris Sieker und Günther Stuke wurden für ihre langjährige und aufopferungsvolle Arbeit im Gemeindeverband und Ortsverein geehrt.

Mit dieser Neuaufstellung setze die SPD Kirchlengern ein klares Zeichen in einer, gerade mit Blick auf die Landtagswahl, unruhigen Zeit. Das neue und vor allem auch verjüngte Team wolle gestärkt in die Kommunalwahl gehen und etwas bewegen, betonte Meier.

Quelle: Westfalen-Blatt Bünde, 25.05.2017

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